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November 2005

Niue -

eine Insel im Südpazifik zwischen Tonga, Samoa und den Cook Inseln.

Die Küste von Niue nahe der Avaiki CaveNach gut dreieinhalb Flugstunden von Auckland erreicht man "The Rock", wie der Ein-Insel-Staat Niue auch von den Polynesiern genannt wird. Diesen Namen begreift man bei seinen ersten Erkundungstouren schnell. Die Insel ist im Prinzip ein riesiger Korallenstock, der bis zu 50 Meter aus dem Ozean ragt. Mit ihrer rundherum steilen und klüftigen Küste, in die grollend die hohen Wellen des Ozeans donnern, wirkt Niue gewaltig und imposant. Die Insel paßt zunächst gar nicht in das Klischee eines Südseeparadieses. Strände sucht man hier vergeblich. Selbst der Zugang zum Meer ist nur an einigen Stellen möglich und nicht immer einfach.

Niue Island - swimming in Avaiki Cave
Baden in der Avaiki Cave

Eine ca. 60 km lange asphaltierte Holperpiste führt um die Insel. Da es keine öffentlichen Verkehrsmittel gibt, ist ein eigenes Auto zur Erkundung unerläßlich. Die Einheimischen sind übrigens nicht wie auf anderen Inseln üblich mit 100cc Scootern (Motorrädern) unterwegs, sondern fast ausschließlich mit dem Auto. Große Geländewagen oder Pickup-Trucks sieht man häufig.

Bei der Fahrt um und über Niue bewegt man sich fast immer in einer Höhe zwischen 20 und 50 Metern über dem Ozean. Man befindet sich im Prinzip auf einem Hochplateau. Nur an ganz wenigen Stellen führt eine Straße zu einer Bootsrampe direkt ans Wasser. Zu Fuß gelangt man über sogenannte Sea Tracks hinunter zum Riff. Manche sind einfache Wege, andere führen durch Höhlen zu teils unglaublich schönen Badestellen. Der Zugang hinter unserem Motel war etwas abenteuerlich...(Foto: Beach Access).

Niue ist etwa dreimal so groß wie Rarotonga (Cook Islands) und mit ca. 1500 Einwohnern alles andere als überbevölkert. In der Tat schrumpft die Bevölkerung durch Abwanderung. Auf Niue sieht man viele leerstehende oder sogar komplett zugewachsene Häuser.

Niue Island - accomodation
Eines der wenigen Motels auf Niue

Dazu beitragen tun auch die Stürme, die in der Regenzeit im Südpazifik wüten. Treffen sie auf eine Insel, sind die Auswirkungen verheerend. Cyclone Heta, ein Stufe 5 Hurricane, traf am 1.1.2004 auf die Hauptstadt Alofi und richtete schwere Schäden an. Private wie öffentliche Gebäude und Einrichtungen können (vermutlich durch nur begrenzt vorhandene Arbeitskräfte) nur nach und nach wieder aufgebaut werden.

Landwirtschaft, zumindest in großem Stil, wird auf Niue offensichtlich nur wenig betrieben. Bei den kleineren Plantagen im Inselinneren handelt es sich wohl meist um Familienbetriebe, die ihre Ware zweimal pro Woche sehr früh morgens auf dem Markt anbieten. Im Supermarkt bekommt man die leckeren Tropenfrüchte nicht zu kaufen. Folglich ernährt man sich von Tiefkühlkost, Müsli oder aus der Dose. Und das nicht nur als Tourist! Kulinarisch läuft auf Niue leider wirklich nicht viel. In den wenigen Restaurants werden zu ausgewählter Zeit ausgewählte Gerichte serviert

Niue Island - accomodation
Reef Walking
Bei Ebbe wird das Korallenriff begehbar

(meist muß vorab gebucht werden), und das selbst im Matavai Resort, dem Vorzeigehotel der Insel. Einige Takeaway Buden bieten fettige Fish-and-Chips an. Eine Ausnahme ist das Crazy Uga Cafe und die Washaway Bar, wo man mit leckeren Panini Melts seinem Magen zwischen Müsli und Cupnoodles etwas Abwechslung bietet.

Niue ist wirtschaftlich an Neuseeland angeschlossen, die Währung ist der Neuseeländische Dollar (NZ$). Mit Tourismus wird auf der Insel wohl nur wenig Geld verdient, bei unserem Besuch waren es geschätzt zwischen 20 und 30 Urlauber. Es gibt ein kommerzielles Fischereiboot und eine kleine Fischfabrik. Folglich wird Niue wohl komplett gesponsert...

Niue Island - FrachterEinmal im Monat kommt ein Frachtschiff zur Versorgung der Insel (Nahrungsmittel, Treibstoff, Autos,...). Zur Zeit (November 2005) landet freitagsmorgens eine 737 auf dem Hanan International Airport - Niue Island - airportalle vier Wochen ein Frachter, einmal pro Woche ein Flieger - das war's!

Das Leben auf Niue verläuft für die Einheimischen eigentlich ähnlich wie bei uns: Es wird zu den wie bei uns üblichen Zeiten gearbeitet; zu Hause oder im Cafe sitzt man an seinem Notebook. Auf Niue gibt es nämlich an vielen Orten (kostenlosen) Internetzugang über WLAN...

Kriminalität gibt es hier nicht. Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Einheimischen zusammen mit der fantastischen Natur sorgen für ein unvergleichlich schönes Südsee-Erlebnis!

Niue Island - reef west coast
Niue Island - reef access
Niue Island - empty houses
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